Aktuelles aus der öffentlichen Verwaltung: Aus den Gewerkschaften: Interview des Beamten-Magazins mit der neuen Bundesvorsitzenden der GEW, Marlis Tepe; 14.12.2013

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Aus den Gewerkschaften: Interview des Beamten-Magazins mit der neuen Bundesvorsitzenden der GEW, Marlis Tepe

In seiner neuesten Ausgabe hat das Beamten-Magazin des DGB die neue Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) interviewt. Die 59-jährige Marlis Tepe hat bis zu ihrer Wahl zur GEW-Vorsitzenden als Hauptschullehrerin in Schleswig-Holstein unterrichtet und war zuletzt Vorsitzende des Hauptpersonalrates in Schleswig-Holstein.

Auf die Frage nach der demografischen Entwicklung in Deutschland erklärte Tepe:

Die Zahl der Schülerinnen und Schüler geht zurück und damit theoretisch auch die Zahl der Lehrkräfte. Die entsprechende Einsparung von Stellen ist die sogenannte demografische Rendite. Sie muss im Bildungssystem bleiben, weil es bisher strukturell unterfinanziert ist.

Vorgaben wie Stundentafeln, Fördermaßnahmen oder Klassengröße können schon heute nicht erfüllt werden. Wir brauchen zusätzliche Verbesserungen: 15 bis 20 Prozent der Schülerinnen und Schüler können lediglich Überschriften in Zeitungen lesen und sind von gesellschaftlicher Teilhabe ausgeschlossen.

Wir brauchen mehr individuelle Förderung und multiprofessionelle Teams. Ganztagsschulen müssen ausgebaut werden, damit die Menschen Familie und Beruf besser vereinbaren können, aber auch damit beispielsweise Kinder nichtdeutscher Muttersprache mehr gefördert werden. Der Umbau zu einem inklusiven System kann nur gelingen, wenn mehr Lehrkräfte und weitere Professions-Gruppen eingestellt und die Pädagoginnen und Pädagogen begleitende Fortbildungen erhalten. Schließlich fehlt eine Vertretungsreserve von mindestens fünf Prozent. Krankheiten von Lehrkräften führen zu Belastungen anderer, Unterrichtsausfall oder weniger integrativer Förderung.

Das gesamte Interview können Sie unter www.beamten-magazin.de nachlesen.


 

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